Als ich diesen Beitrag geschrieben hatte, war ich von der dargestellten Situation so überrascht, dass ich glatt eine Aussage vergessen habe, die ich bei meinem allerersten Telefonat damals vor ein paar Jahren beim Notariat bekommen hatte. Denn die Dame dort war damals sehr verwundert darüber, dass es sich um eine Kindes- und nicht um eine Erwachsenenadoption handelt. Sie erklärte mir dann, dass sie üblicherweise nur Erwachsenenadoptionen betreuen und wir wohl seit langem mal wieder eine Kindesadoption durchführen wollen.
Irgendwann, nachdem mir diese Aussage wieder eingefallen ist, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Rorys Geschichte wohl nirgends so sein muss, dass überall uns erlaubt wird unsere nichtbiologischen erwachsenen Kinder zu adoptieren. Und nun frage ich mich, warum das bei uns kein Thema ist. Ich kenne mittlerweile schon zwei Familien bei denen so eine Adoption durchaus Sinn machen würde. Aber viel wichtiger finde ich diesen Hinweis für alle Länder, in denen die Kindesadoption nicht möglich ist. Wenn sie bei uns nicht möglich wäre, würde ich diese rechtliche Beziehung auf jeden Fall mit unseren erwachsenen Kindern machen, vor allem wenn sie in unsere Beziehung hinein geboren worden, aber eben auch, wenn sie mich als ihre Mutter sehen würden und mich genauso schätzen würden, obwohl ich nicht mitentschieden hätte, sie zu bekommen.
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