It Does Get Better

25 05 2012

Wirklich dankbar bin ich dafür, in Deutschalnd geboren zu sein, dass ich ein It’s get better niemals gebraucht habe, denn bei mir war es fast immer gut. Und da wo es nicht gut war, war es sowieso nicht gut, weil sie mich niemals als mich begriffen und in erster Linie eh nur an sich gedacht. Aber egal wann und wem gegenüber ich mich geoutet habe, gab es nur zwei Mal negative Reaktionen, die aber nicht weiter wogen.





StiKiAdo (II): Das war’s gewesen

15 05 2012

Wir sind endlich durch und das Verfahren ist fast abgeschlossen. Jetzt müssen wir nur noch auf den schriftlichen Beschluss warten und dann sind wir endlich offiziell beide Eltern unserer süßen Kleinen. Puh, das wäre also erst mal geschafft und bei der Richterin durfte ich auch noch ein wenig über unsere Familienkonstellationen erzählen, so z.B.. dass die Dauer einer Verpartnerung nichts über die Dauer oder die Stabilität einer Beziehung aussagt. Weil eine Verpartnerung eben nicht das gleiche ist, wie eine Ehe. Und ich fand ihr Interesse toll, denn sie meinte, dass sie so etwas eigentlich nie so erfahren würde. Die Dame vom JA hatte Befürchtungen gemaßregelt zu werden, weil der Bericht so lange bei Ihr lag. Was aber nicht der Fall war. Denn die Richterin bevorzugte abermals die Ausrede Auslandsbezug und Landesjugendamt. Mir war das im Endeffekt egal, denn was sie mir heute nochmal bestätigt hatte ist, im Todesfalle des leibliche Elternteils würde die Adoption auf jeden Fall durchgeführt werden. Das sollte wohl auch genauso im notariellen Antrag stehen. Quasi eine testamentarischen Verfügung der leiblichen Mutter im Antrag.

Es lief alles wieder mal sehr entspannt ab. Wir sind vielleicht auch zwischen schweren Fällen immer wieder ein Abwechslung für die Richter. Denn so schwierig ist unsere Familiensituation ja nun wirklich nicht.





Wie “immer” und “überall” Spielball der Konservativen

14 05 2012

Vorgestern haben wir in Weimar die IDAHO-woche dort mit Infoständen und einen abschließenden Gesprächskreis eröffnet. Bei letzterem war das Thema die aktuell vorherrschenden gesetzlichen Diskriminierungen. Dabei waren als Experten eine Anwältin, ein russischer Aktivist, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt und die ILSE in meiner Person anwesend.

Ich verzichte hier mal auf die Diskriminierungsausführungen und die bescheidene Situation in Russland, die uns durch den russischen Aktivisten näher gebracht wurde. Denn unter den Gästen befanden sich zwei Menschen aus Spanien. Und die haben mir mit deren Information, glatt meine Schuhe ausgezogen. Denn in Spanier gab es einen Regierungswechsel. Und zwar von links nach rechts. Und da versucht doch jetzt tatsächlich jemand die Eheöffnung wieder rückgängig zu machen. Denn unsere Rechte sind ein Spielball links und rechts. Und sieht es bei uns anders aus. Ich hoffe ja, denn auch wenn die schwarzen mit regieren, ist es ihnen doch nicht in den Sinn gekommen, das LpartG wieder einzustampfen. Nur mehr wird es mit den wohl niemals geben, also träumen ich mal von einen Bundestag und Bundesrat in dem die schwarzen am besten eindeutig die Minderheit sind.





Neulich an der Wand

11 05 2012

Ich: Sag mal, ist das ein Mücke?
Kurzer Blick
Sie: Ja
Ich: Mach sie tot. (ist bei Insekten immer ihre Aufgabe, bevorzugt wird aber bei anderen Insekten, das lebendig raus lassen)
Sie wedelt, Mücke fliegt auf, setzt sich woanders hin
Sie: Sie ist weg.
Ich: Nein, sie sitzt genau da und wartet bis wir schlafen, um sich dann reichlich und heimtückisch an uns zu laben.
Sie wedelt nochmal und nun ist das seltsame Mückentier wirklich durch die Balkontür ins Freie entkommen.
Ich bin erleichtert.

Heute stolpere ich aber über einen Beitrag, für den ich das Getier besser mal fotografiert hätte. Dann wüsste ich nämlich jetzt, ob es genau so ein Tier war. Denn so eine Mücke, wie sie letztens an unserer Wand saß, habe ich hier noch nie gesehen. Und möglich wäre es durchaus, dass die hier auftaucht, gibt es in unmittelbarer Nähe doch gleich mehrere Reifen- und internationale Gebrauchtwagenhändler.





Rorys Geschichte mal anders gedacht, als dargestellt

12 04 2012

Als ich diesen Beitrag geschrieben hatte, war ich von der dargestellten Situation so überrascht, dass ich glatt eine Aussage vergessen habe, die ich bei meinem allerersten Telefonat damals vor ein paar Jahren beim Notariat bekommen hatte. Denn die Dame dort war damals sehr verwundert darüber, dass es sich um eine Kindes- und nicht um eine Erwachsenenadoption handelt. Sie erklärte mir dann, dass sie üblicherweise nur Erwachsenenadoptionen betreuen und wir wohl seit langem mal wieder eine Kindesadoption durchführen wollen.

Irgendwann, nachdem mir diese Aussage wieder eingefallen ist, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Rorys Geschichte wohl nirgends so sein muss, dass überall uns erlaubt wird unsere nichtbiologischen erwachsenen Kinder zu adoptieren. Und nun frage ich mich, warum das bei uns kein Thema ist. Ich kenne mittlerweile schon zwei Familien bei denen so eine Adoption durchaus Sinn machen würde. Aber viel wichtiger finde ich diesen Hinweis für alle Länder, in denen die Kindesadoption nicht möglich ist. Wenn sie bei uns nicht möglich wäre, würde ich diese rechtliche Beziehung auf jeden Fall mit unseren erwachsenen Kindern machen, vor allem wenn sie in unsere Beziehung hinein geboren worden, aber eben auch, wenn sie mich als ihre Mutter sehen würden und mich genauso schätzen würden, obwohl ich nicht mitentschieden hätte, sie zu bekommen.





StiKiAdo (II): Vorladung für den 15.05.2012

6 04 2012

Endlich und wie vorhergesagt nicht schnell. Wir haben am 31. den 90sten Geburtstag meiner Babcia (meine polnische Oma) in Polen gefeiert, danach ging es noch für einige Tage nach Tschechien zur Schwiegerfamilie und seit gestern sind wir wieder bei schlechtem Wetter zu Hause. Für die Kinder waren es ereignisreiche Tage und sie waren schön für sie, auch wenn die Kleine die ganze Zeit krank war. Dafür haben wir nun ein gesundes Kind zu Hause. Als ich dann gestern die Post durchgesehen haben, lagen da doch genau zwei Briefe vom Amtsgericht dabei. Freudig wedelnd segelte der Brief meines Schatzes zu ihr und erst dann las ich meinen und sah dabei den Termin. Also noch über einen Monat weiter warten. Die haben sich diesmal echt alle nicht mit Ruhm bekleckert, dabei nehme ich das Landesjugendamt, welches bei beider Verfahren echt schnell und auskunftsfreudig gearbeitet hat, aus. Aber zu den anderen beider spare ich mir jetzt echt mal jeden Kommentar.

Ich halte am Schluss nur einmal die Dauer beider Verfahren für mich und Interressierte fest:

Kubas Verfahren Ellas Verfahren
vom 27.10.2009
bis 11.01.2011
vom 04.10.2010
bis 15.05.2012 + ca. 2 Wo
441 Tage oder
14 Monate, 15 Tage oder
1 Jahr, 76 Tage
603 Tage oder
19 Monate, 25 Tage oder
1 Jahr, 238 Tage




StiKiAdo (II): Nun doch etwas

29 03 2012

Soeben hatte ich ein kurzes Telefonat mit dem sehr netten und auskunftsbereiten Landesjugendamt und sie hatte die Information für mich, dass das Verfahren bei den Jugenämterm seit dem 16.03.2012 abgeschlossen ist und alles dem Gericht vorliegt. Also warten wir wieder mal auf einen Termin bei Gericht der dann hoffentlich bald nach Ostern was wird. Aber was bin ich froh, dass nun doch endlich ein absehbares Ende faßbar ist. Es hat ja auch gereicht.








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