Genug Stoff für’s Bloggen

13 10 2007

Die Auftragslage erlaubt gerade die Fortführung meines dringendst zu beendenden Studiums. Mit fehlt leider noch eine Hausarbeit, an der ich gerade arbeite. Es gilt Motive in Tadeusz Różewiczswiki.png Gedichtbänden unterschiedlicher Zeiten zu vergleichen und vor allem auf Unterschiede hin zu beobachten und wie diese motiviert sein könnten. Lange Rede, kurzer Sinn. Man muss die Gedichte natürlich lesen und auch wenn mein Prof es so gerne mag, dass man möglichst innertextuell arbeitet, ist es hier teilweise überhaupt nicht möglich, die außertextuellen, fast schon aufgezwungenen, Ebenen zu ignorieren. Eigentlich lächele ich immer, zum Teil auch mich reflektierend, darüber, was man auch den Autor reflektierend verstehen kann. So lauten die ersten Verse des Gedichtes „Nie mam odwagi“ (Ich habe keinen Mut) aus dem Band „Formy“ (Formen) von 1958:

Die Welt so fremd
in der Nacht gefundenes Thema
mein Leben ist langweilig
aus diesem Leben
jedoch
kristallisiere ich unsaubere Poesie

So ungefähr scheint es sich ja auch hier mit dem Blog zu verhalten. Mein Leben ist langweilig und es folgen immer dieselben Dinge, es passiert nichts außer die wieder einsetzende monatliche Routine (ihr wisst was ich meine) und dennoch landet hier irgendetwas. Unstrukturiert, durcheinander, mal sinnvoll, mal weniger und genauso wüst, wie in meinem Kopf ohne roten Faden.