Geduldig warten wir bis das leckere Teil fertig gebacken und mit Zucker und Zimt bestreut, uns über die Ladentheke gereicht wird. Wir sind im Dansk is paradis, wo es auch leckeres Eis und herrliche Hot-Dogs gibt, aber heute soll es nur die Waffel sein.
Mit dem herrlich duftenden, knuffig weichen Teil verlassen wir kurze Zeit später den Laden und machen uns auf den Heimweg. Wir kommen nur bis zur nächsten Brücke. Dort legen wir, unseren Blick über das Wasser schweifen lassend eine kurze Pause ein. Plötzlich steht ein kleiner Haussperling ganz nah und frech bettelnd auf der Mauer vor uns. Ich denke mir noch, ‘diesen Blick kennst Du doch nur von Hunden’, aber da landet schon der erste Waffelkrumen kurz vor dem beständig frech fordernden Spatzen. Der schnappt es sich und ist ruckzuck verschwunden. Wir finden es noch ungewöhnlich, dass er so nah an uns ran kommt und so geduldig bittend vor uns saß, da nähert sich schon der zweite Niedlichbettler und setzt baut sich mit schief gelegten Köpfchen provokant vor uns auf. Meine Frau fragt uns noch, ob die Waffel überhaupt gesund für sie ist, aber dieser süßen Geste können wir einfach nicht widerstehen. Also landet noch ein Krumen auf der Mauer. Der ist ein wenig größer geraten und der Kleine braucht etwas länger als sein Vorgänger diesen flugsicher in seinem Schnabel zu verankern (Frau meinte, er wäre vielleicht zu warm, aber nein der Krumen musste nur ein wenig gedreht werden), dann ist auch er weg.
Wir stehen noch ein wenig ohne knuffig bettelnde Vögel am Wasser und machen uns dann auf den weiteren Heimweg. Keine zwei Meter weiter läuft meine Frau aber fast in einen kleinen Jungen von vielleicht zwei Jahren, der sie gebannt beobachtet. Wir wundern uns, aber die Mutter schafft Klarheit. „Die Waffel…?!“
Was für ein anziehendes Gebäck.
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