33. SSW Äußerst bewegte Zeiten

28 11 2008

Nattou Dream BearSeit ungefähr drei oder vier Tagen ist Mat schlichtweg unglaublich. Die allabendlichen Streicheleinheiten auf Mamas Bauchdecke verursachen da drin wahre Sambarunden. Das ist sowohl sichtbar als auch eindeutig fühlbar. Er folgt der streichelnden Hand. Es ist ein richtiger Spaß. Seit gestern haben wir nun auch eine Spieluhr. Und haben sie am Abend gleich ausprobiert. Soll die nicht beruhigen? Offensichtlich nicht Mat, denn er meint auch zu dieser Melodie sichtbar tanzen zu müssen. Ich finde es so phänomenal und kann es kaum noch abwarten, bis er endlich bei uns ist. Die Spieluhr zu besorgen war bei uns ein kleines Problem, weil besonders mir entweder das Design, der Preis oder die Melodie schlichtweg nicht zugesagt haben.

Unsere Einigung ist hier links zu sehen. Allerdings scheint er ein wenig kamerascheu zu sein. ;)





TLW – Mal für zwischendurch

11 11 2008

Meine Favoriten unterlegt mit einer Nichtfavoritin aber trotzdem sehr passend. Y*utube ist eine wahre Fundgrube für LGBT-content. Und wirklich teils vorbildlich, was die Vernetzung angeht. So findet sich immer wieder mal was Neues in der Seitenleiste der Videos.





Mädchen in Uniform – Fan-Fiction auf Junglesbenportal gorizi.de

8 11 2008

Auch wenn ich kaum bis gar nicht Fan-Fiction konsumiere und erst recht keine selbst verfasse, fand ich doch die Idee, welche mich genauso wie irgendeine-Userin per Email erreicht hat, aus diesem Stoff Fanfiction zu machen, ziemlich gut. Der Stoff des Schauspiels „Gestern und heute“ von Christa Winsloe, deren anfängliche Lebensgeschichte er wohl teilweise schon widerspiegelt, ist ja mittlerweile legendär. Mindestens zwei Verfilmungen und Vorlage für sicher nicht nur einen Film, kann da sicher etwas draus gemacht werden. Nur ein phantasieloses Wesen, wie ich, würde das nicht schaffen. ;)

Gorizi.de, ein bundesweites Junglesbenportal, auf dem auch schon mal Kinderwunsch und Regenbogenfamilie diskutiert wird, veranstaltet anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Filmversion aus dem Jahr 1958 von „Mädchen in Uniform“ und des 70. Geburtstagsjubiläums von Romy Schneider einen Fan-Fiction-Wettbewerb zum Film. Einsendeschluss ist der 15.12.2008, 23:59 Uhr. Alle anderen Informationen sind natürlich auf gorizi.de zu finden.
Und nur zur Einstimmung, Erinnerung oder Inspiration kommt hier die jeweils wichtigste Szene der zwei historischen Versionen.
In der 1931er Version gibt es den Kuss ausschließlich zur Guten Nacht und im Beisein aller anderer Mädchen im Schlafsaal bekommt nur Manuela diesen auf den Mund.


In der 1958er Version durfte er schon, weil er als Schauspielübung verpackt war, einen Moment länger dauern, nicht zur Guten Nacht, sondern mitten am Tag, in privaterer Atmosphäre und viel eindeutiger in seiner Darstellung sein, zumindest was Manuela betrifft.

Das ist so eindeutig meine favorisierte Version. ;-)





Prop 22 -> Prop 8 Befriedigende Entwicklung

7 11 2008

Am 07. März 2000 gab es unter der Proposition 22 schon einmal eine Abstimmung über gleichgeschlechtliche Ehen. Dieses Abstimmungsergebnis wurde mit dem Beschluss des California Supreme Court vom Mai dieses Jahres mit 4 zu drei Stimmen aufgehoben. So kam es leider zu der Proposition 8, welche das Verbot von gleichgeschlechtlichen Ehen nun in der Verfassung Kaliforniens verankert hat.
Was an dieser Entwicklung befriedigend ist? Schauen wir mal auf die Abstimmungsergebnisse aus dem Jahren 2000 und 2008.

März 2000

prop22-8

Oktober 2008

Das schlimme daran ist, dass die religiös Verblendeten offenbar schneller reagieren und agieren können, als die Vernünftigen. Denn die Gerichtsentscheidung hat ganze 8 Jahre gebraucht, während die wiederholte Aufnahme der Diskriminierung in die Verfassung gerade mal ein paar Monate dauerte.





Mehr als nur traurig

5 11 2008

Ich erinnere mich noch ziemlich gut an dieses hinreißende Video.

Das war der Morgen des 16. Mai dieses Jahres.

Am 15. August war es dann soweit. Ellen und Portia haben sich getraut.

Wie ich es mir unterschiedlich angelesen habe, haben das Ihnen auch ca. 32.000 – 36.000 Menschen gleich getan. Es wurden 16.000 – 18.000 gleichgeschlechtliche Ehen bis heute geschlossen.

Heute kam dann eine herbe Enttäuschung. Obama hat zwar klar gewonnen. Kalifornien hat sich aber als mehrheitlich diskriminierender Staat präsentiert. Die Proposition 8, welche das Verbot von gleichgeschlechtlichen Ehen zum Inhalt hatte, das es sich um einen Verfassungszusatz handelt, der die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau anerkennt und legalisiert, wurde leider mit 52% zu 48% mehrheitlich angenommen. Das könnte mich zum Heulen bringen. Aber viel mehr frage ich mich, was denn jetzt mit den Ehen passiert, die schon geschlossen wurden und noch geschlossen werden. Wie in der Wikipedia zu lesen ist, haben ja schon

»Eine Reihe von dafür zuständigen Ämtern hat jedoch bereits vor der Abstimmung erklärt, bis zum Vorliegen des amtlichen Endergebnisses (ca. 1 Monat nach der Abstimmung) weiter Trauungen von homosexuellen Paaren durchzuführen.« [via]

Neben dieser Frage beschäftigt mich die katastrophale religiöse Verblendung der „Wählt Ja“-Aktivisten. Teile ihrer Argumente habe ich mir heute mal angeschaut. [1] Schon beim ersten Punkt standen meine Nackenhaare aufrecht. (Was eigentlich gar nicht geht.)

  1. Kindern müsse in der Schule beigebracht werden, dass gleichgeschlechtliche Ehen genauso gut wären, wie verschiedengeschlechtliche Ehen. Wie schrecklich ist das denn?
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  2. Kirchen müssen scheinbar um Steuereinnahmen bangen Kirchensteuer sollte IMHO eh verboten werden, aber ok, das lass ich gelten, da es ja ihr Glaube ist, der diskriminiert, also sind auch deren Gebäude diskriminierend. Geht da halt einfach nicht hin, fertig. Akzeptanz gibt es da sowieso nicht.
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  3. Adoptionsagenturen würde dazu gedrängt werden, auch homosexuelle Paare adoptieren zu lassen, egal wie diskriminierend ihre Ansichten sind.
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  4. Religiös finanzierte Schulen mit Ehewohnungen, müssten diese dann auch gleichgeschlechtlichen Paaren zur Verfügung stellen. Und wie bringen diese Schulen bitte ledige Personen unter. Etwa in gemischtgeschlechtlichen Zimmern? Eigenartig, bei und waren es immer gleichgeschlechtlich gehaltene Zimmer, da durfte frau dann tun und lassen, was sie wollte. ;-)
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  5. Wer gegen gleichgeschlechtliche Ehen predigt, könnten für Hassprediger gehalten werden. So weit würde ich nicht gehen, denn Kirche empfinde ich auch ohne solche Predigen für diskriminierend, ausgrenzend und intolerant. Ich erwarte keine Änderung dieser Einstellung. Ich bedenke dabei immer, dass die Kirche früher noch viel viel schlimmer war.
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  6. Alle müssten für diese Ehen zahlen. Angeblich würden diese eine Flut von Rechtsstreitigkeiten verursachen, die dann die Steuerzahler tragen müssten. Darüber kann ich mir so kein Urteil bilden. Aber abgesehen davon, finanzieren wir ja auch die gemischtgeschlechtlichen Ehen in Deutschland mit. So what? Allerdings frage ich mich, welche Flut da erwartet wird. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um die Flut, die diese Aktivisten lostreten würden. Sollen sie es doch lassen. Dann sparen auch die Steuerzahler.




Sperrmüll, der keiner war

5 11 2008

Wir haben schon seit zwei oder drei Wochen im Keller gewerkelt und aussortiert, weggeworfen und eben alles umorganisiert. Gestern nun kam der vorletzte Schritt. Der Sperrmüll wurde heute früh abgeholt und so haben wir gegen Abend unsere angemeldeten Sachen auf die Straße gestellt. Teils haben wir uns aber schon überlegt, dass eigentlich viele Sachen noch benutzt werden können. Nur wir hatten keine Verwendung mehr für sie und wozu alles noch ewig Aufheben. Beim nächsten Umzug würden wir uns ziemlich ärgern und im Keller werden wir in Zukunft sowieso eher Platz für Kindersachen brauchen. Und so erleichterte sich der Keller um mehr als 50 Prozent. Es verschwanden vor allem Sachen, welche seit Jahren nicht mehr gebraucht wurden. Abgesehen davon ist meine Frau wirklich gut darin, sich von unnützen Sachen zu trennen. Ich würde wohl ohne meinen kleinen rigorosen Ausmister unter diversem Krempel verschwinden.

Schade fanden wir aber tatsächlich schon, dass der größte Teil noch nutzbar und in Ordnung war. Und mit dem Gefühl fingen wir dann an, die Sachen auf die Straße zu bringen. Wir waren keine paar Minuten weg, um nach der ersten Fuhre die zweite zu holen, da war schon die erste Interessentin an den Sachen. Während wir fleißig weiter raus trugen, kamen noch zwei bis vier andere Leute vorbei und schauten sich die Sachen an. Als wir alles draußen hatten, war fast alles Nutzbare auch schon wieder weg. Am Ende blieb tatsächlich nur wirklicher Sperrmüll übrig.

Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet. Auch wenn wir uns das bei einigen Sachen schon gewünscht haben, fand ich es schon erstaunlich, wie manches mehr als wunschgemäß verläuft, obwohl ich das so gar nicht erwartet wird. Aber so hinterlässt sogar so ein profanes Ereignis ein wirklich positives Gefühl, weil ich danach wusste, wir haben wirklich nur die Sachen weggeworfen, die auch zum wegwerfen waren. Den Rest haben andere Leute gern mitgenommen und sich dafür sogar noch bedankt. :-)