Endlich ein Ergebnis, wenn auch schon 8 Tage alt

31 07 2009

Kaum aus dem Urlaub zurück bin ich mit einer Flut von Informationen überschwemmt worden und was mich am meisten erstaunt hat, war der Fakt, dass die erste deutsche Regenbogenfamilienstudie endlich veröffentlicht wurde und Frau Zypries mit Hilfe dieser auch gleich einen Vorstoß bezüglich des gemeinsamen Adoptionrechtes in ELPs wagte, welcher erfreulicher Weise nur von der CDU/CSU Fraktion (was ja nicht anders zu erwarten war) beanstandet wurde.[1] Ob der Rest der Parteien eine Mehrheit bilden kann. Wer weiß. Die Wahl ist nah. Ich glaube leider nicht mehr an einen guten Ausgang. Dazu hat die Studie einfach zu lang gedauert. *Schmunzeln an* Ein Schelm, der Böses dabei denkt, wurde die Studie doch ausgerechnet im CSU-regierten Bayern in Auftrag gegeben. *Schmunzeln aus*

Dr. Elke Jansen war so freundlich die Ergebnisse in einer PDF zusammen zu fassen. Und wie nicht anders zu erwarten war, zeigt auch diese Studie nichts anderes, als die ganzen schon erstellten Studien im angloamerikanischen Raum. Die Kinder entwickeln sich genauso gut oder schlecht, wie in anderen Familien auch.

Diesen Fakt ignorieren aber gern alle Vater-Mutter-Kind-Verfechter, da können noch so viele Hinweise auf das Gegenteil zeigen. Bei diesen Menschen bleibt es dabei, ihren Standpunkt einfach unverändert zu vertreten, alle anderen Fakten einfach gern ignorierend. Wie sonst sollte der Widerstand der CDU/CSU Fraktion im Bundestag denn auch erklärt werden?

[1] Zypries will volles Adoptionsrecht für Regenbogenfamilien





Fluchen mindert den Schmerz

14 07 2009

Neurologische Studie: Fluchen mindert den Schmerz

Genau das titelt Spiegel online heute und bestätigt damit, was ich schon immer wusste und es deshalb auch unter der Geburt getan habe. Also flucht, was das Zeug hält, wenn ihr Eure kleinen Erdenbürger heraus presst. Es tut Euch gut. Mir hat es geholfen. Nun weiß ich auch wieso. Und das tolle daran, von der Hebamme wurde es ausdrücklich erlaubt. Unter der Geburt darf Frau alles machen, was sie will.





Meine Frau wird Vater…

12 07 2009

Ihr wollt jetzt sicher wissen, wie. Eigentlich ganz einfach. Sie adoptiert und fertig. Auf der neuen Geburtsurkunde steht hier in Thüringen „Vater“ statt „Mutter“ für den nicht leiblichen Elternteil. Das ist noch abstruser als in Bayer, wo die nicht leibliche Mutter einfach zur Lebenspartnerin der Mutter abgestuft wird. Im Gegensatz zu Vater stimmt das ja wenigstens zum Teil, eben nur nicht in Bezug aufs Kind.

Warum nur bemüht sich irgendwer in Deutschland immer darum, alles kompliziert zu machen, wenn es doch ganz einfach geht, denn vorher war es ja möglich zwei Mütter drauf stehen zu haben. Wieso frage ich mich nun, ist das nicht mehr möglich.

Welches kluge, heterosexuell-normative, abstammungsverehrende Hirn, hat sich wieder etwas ausgedacht, was uns ärgern kann. Es tut mir echt leid, dass wieder die unterschiedlichsten Menschen ihr Zeit dafür Opfern müssen, denn Blödsinn, denn sich eben dieses Hirn ausgedacht hat, wieder auszubügeln.





Leben wir das anders vor?

12 07 2009

Bitterfotze von Maria Sveland scheint wohl heftige Debatten so mancherorts auszulösen. Ich bin erst mal über den Titel gestolpert. Klingt er doch so gar nicht nach dem, was mich auch nur im geringsten interessieren könnte. Aber als ich das bei einem bekannten Videoportal gesehen habe, hat sich diese Ansicht gewandelt und ich habe mich gleich selbst gefragt, wie das bei uns so ist.
Aber schaut erst einmal:


Leider muss ich sagen, dass meine Frau da die Verliererin ist und ich vielleicht die Minigewinnerin. Denn ganz so krass ist das bei uns wirklich nicht. Da wird schon meist halbe/halbe gemacht. Aber eben nicht immer und latent arbeitet mein Schatz möglicherweise doch mehr, als ich. Und fragt ihr sie, würde sie sicher sagen, viel mehr. ;) Es ist aber wohl doch so, dass in einer Beziehung immer einer mehr als der andere arbeitet. Die Frage ist aber meiner Meinung nach nicht, ob mehr, sondern eher wie viel mehr.

Aber mal ganz abgesehen davon. Ist es nicht erstaunlich, dass es Singlefrauen seelisch besser geht, als verheirateten. Schlimm finde ich auch die Erwartung, dass eine Mutter immer bei ihrem Kind zu sein hat. Was scheinbar eine doch verbreitete Auffassung in den früher kapitalistisch statt sozialistisch geführten Gefilden dieses Landes ist. Und nach diesem letzten Kommentar und diesem hier eingebundenen Video wundert mich jetzt gar nicht mehr, dass Bärbel doch scheinbar öfter erklären muss, wo der Kleine jetzt ist.





Reis zur Verpartnerung

8 07 2009

Gleich mal vorne weg. So etwas, wie J. brauche ich erst gar nicht zu schreiben. Mein Schatz schaut hier nur durch Zufall mal rein, wenn überhaupt. Und deshalb gibt zu unserem Hochzeitstag nach dem verflixten siebten Jahr, welches im übrigen grandios war, eine andere Story.

Unsere Verpartnerung war kein großes Ding und eher ein Verwaltungsakt, um meinen Schatz hier behalten zu können. Wir hätten sie beide nicht wirklich haben müssen. Aber da sie uns die Möglichkeit des Zusammenbleibens bot, haben wir es eben getan. Anwesend waren nur eine Freundin und mein Vater. Mehr Leute wollten wir auch nicht (was einigen nicht so sehr gefiel), aber die beiden wollten unbedingt dabei sein und waren zu dem Zeitpunkt auch da. Wir hätten das aber auch locker zu zweit durchziehen können.

Besagte Freundin bestreute uns im Anschluss an die Verpartnerung reichlich mit Reis und ich weiß haargenau, wie ich damals noch dachte: Wozu? Wo sollen denn die vielen Kinder überhaupt her kommen? Kein Gedanke daran, dass wir irgendwann mal welche haben könnten. Das war am 08.07.2002. Und was ist sieben Jahre später. Er hat sich gelohnt. Den Reis meine ich.

Und wieso habe ich mich daran erinnert? Weil ich während einer Recherche für die ILSE hier gelandet bin. Recherchen führen manchmal eben weiter, als frau will. ;-) Manchmal eben auch zu lustigen Erinnerungen.

Das verflixte siebte Jahr hat uns das größte Glück unseres Lebens beschert. Das war schon beim letzten Mal so. Am Beginn des verflixten siebten Jahres unserer Liebe haben wir uns verpartnert, ja auch aus Liebe, aber eben nicht primär. Denn Liebe braucht keine Verpartnerung oder Ehe. Wir wussten auch ohne diesen profanen Akt, dass wir zusammen bleiben würden. Nur der Staat hätte es uns nicht erlaubt. Also mussten wir dagegen steuern. Und das bringt uns noch heute was. Beim Landesjugendamt wurde die Stabilität unserer Beziehung nämlich anhand unseres Verpartnerungstermins gleich am Anfang als gut bewertet.

Wir feiern heute unseres ersten Hochzeitstag zu dritt und ich weiß, dass es wunderschön werden wird. Denn das Leben mit der Frau an meiner Seite und dem kleinen pausbäckigen Engel in unserer Mitte ist etwas, was ich mir nie im Leben auch nur zu erträumen gewagt hätte. Ja wirklich, meine Erwartungen ans Leben waren nach meiner Kindheit herkunftsbedingt sehr sehr niedrig. Regenbogenfamilie





Manchmal ist das Leben komisch

2 07 2009

Dreizehn Jahre bin ich schon mit meiner Frau zusammen. Jedes Jahr hat meine Liebste eine besondere Aufmerksamkeit zu ihrem Namenstag am 20. April eingefordert. Und ich bin 12 Jahre lang nicht auf die Idee gekommen, diesen persönlichen Feiertag auch für mich zu beanspruchen. Wenn sie es darf, warum dann nicht ich? Doch dann bekam mein Schatz auf mein Drängen hin endlich ein Handy und ich habe da fleißig alle Termine, inklusive aller Namenstage ihrer Verwandten eingetragen und dabei auch meinen eigenen festgehalten und dann just wieder vergessen.

Aber heute Vormittag meldet sich ihr Handy und was steht da? Pat hat Namenstag, cooooool. Also gleich rüber ins Büro (denn das liegt nur gegenüber, nur mal kurz durchs Treppenhaus) und fragen ob Frau denn weiß, was heute ist? Nö, keine Ahnung. Also habe ich ihr das Handy grinsend unter die Nase gehalten und prompt die besten Glückwünsche erhalten. Supi, ich durfte mir was extra gönnen.

Kurz Zeit später bimmelt dann ihr Telefon. Da steht aber nur eine tschechische Nummer drauf und sie geht nie ran, wenn sie nicht weiß, wer es ist. Also kommt sie zu mir und fragt, ob ich die Nummer kennen würde. Nein, aber so viele können es nicht sein. Ich tippe auf ihre Fastschwägerin oder ihre Tante. Also habe ich einfach zurückgerufen, denn meine Neugier ist bei so etwas ganz schlimm. Freisprecher an und just der überraschte und belustigte Ausruf von rechts „Teta“, heißt so viel wie Tante. Doch die wollte am Ende nicht meinen Schatz sondern mich sprechen, denn ich habe ja heute Namenstag. Komisch daran ist, dass wir den in diesem Jahr zum ersten Mal irgendwie begangen haben und auch sie hat mich zum ersten Mal zu diesem Anlass angerufen. Irgendwo müssen doch irgendwelche mentalen Verbindungen bestehen. Manchmal kann ich einfach nicht an Zufälle glauben.





TLW: Pro7 zeigt die zweite Staffel

2 07 2009

Pro7 zeigt endlich die zweite Staffel von The L-Word. Ich bin gerade eben fasst vom Stuhl gefallen, als mir der TV-Browser unvermittelt mittgeteilt hat, dass in Kürze The L-Word beginnt. In Kürze ist 1:15 Uhr. Es läuft die erste Folge „Life, Loss, Leaving“. Und um 3:25 Uhr folgt dann die zweite Folge „Lap Dance“.

Gerade ist die erste Folge gestartet und ich muss sagen, ich kann mich mit den Synchronstimmen eindeutig nicht anfreunden. Ich finde sie grässlich. Ich geh jetzt ins Bett. ;-) Denn wenn ich mich recht erinnere, dann war die zweite Staffel die für mich schlechteste der ganzen Serie. Abgesehen davon, schaue ich mir das auch gern zu einer nicht so unmöglichen Zeit an.