Ehe, wem Ehe gebührt

23 10 2009

»Der Gesetzgeber ist gefordert: Er muss nun entweder allen Homo-Partnern die Vorteile des Ehegattensplittings gewähren – oder das System umstellen, also aus dem Ehegatten- ein Familiensplitting machen. Dann werden, und das wäre richtig, die Gemeinschaften gefördert, die Kinder erziehen – und nicht die, in denen zwei Menschen zusammen leben.«

via Verfassungsgericht zu Homo-Ehe – Ehe, wem Ehe gebührt – Politik – sueddeutsche.de.

Und das wäre das das Genialste, was jemals im Steuerrecht passieren würde. Endlich genau das, was für die Gesellschaft das einzig Gerechte wäre. Ich bin echt mal gespannt, was schwarz-gelb mit diesem Urteil anfangen. Gern lasse ich mich abermals positiv überraschen, wie ich ja schon im Artikel zum Thüringer Koalitionsvereinbarung erwähnt habe.


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7 Antworten

23 10 2009
welcome2ourworld

Geht mir genauso liebe Pat :) Lassen wir uns (vielleicht doch noch) überraschen !

23 10 2009
schokojule

Auch wenn wir (noch) kein Kind haben, das Ehegatten- in ein Familiensplitting umzustellen wäre die fairste Lösung.

23 10 2009
Pat

Und nicht, dass Du das falsch verstehst. Auch als wir noch kein Kind hatten fand ich unsere 1er Klassen absolut berechtigt, wenn die nur die Gegenseite auch gehabt hätte. Uns hätte das Ehegattensplittung eh nichts gebracht. Bei relativ gleichem Einkommen, fällt das nicht weiter ins Gewicht. Aber generell finde ich sollten Steuervorteile nur denen zu gute kommen, die Kinder groß ziehen. Schon allein deshalb, weil da einfach mehr Esser sind. ;-)

24 10 2009
Kiki

Hmmm… finde ich ganz schwierig… Dann würde ich mich, die leider anscheinend kein Kind bekommen kann, benachteiligt fühlen, nur weil andere etwas schaffen, was ich nunmal nicht schaffen kann, ein Kind in die Welt zu setzen…

24 10 2009
Pat

Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. Ihr versorgt dann mit Euren Einkommen nur Euch selbst. Familien mit Kinder versorgen aber eben auch die Kinder von ihren Einkommen. Das hat leider nichts damit zu tun, ob frau nun gewollt oder ungewollt kinderlos ist. Selbst als wir noch keine Kinder hatten, habe ich das als für die einzig faire Lösung in einer Gesellschaft gehalten. Und Ehegattensplitting ist doch eh frauenfeindliche Politik in den meisten Fällen. Frag doch mal geschiedene Frau, was die davon haben.

25 10 2009
schokojule

Das hat nix mit dem Unvermögen Kinder zu bekommen zu tun. Ohne Frage, das ist schlimm. Betrifft uns ja auch.

Paaren ohne Kindern wird ja damit nix weggenommen, sie erhalten dann bloss die Steuerentlastung für die Kinder nicht. Und das finde ich gerecht. Solange es alle Paare ohne Kinder betrifft, also auch die Heteropaare.

1 11 2009
Kiki

Da habt ihr natürlich recht, sorry, nicht aufmerksam genug gelesen!

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